2017: Das Klezmer-Wunder aus Berlin


Rabbiner des Hauses, Andrew Steiman, zitierte bei seiner Begrüßung die Bibel: „Diene Gott in Fröhlichkeit.“

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Immer wieder erfreuen sich die Bewohner an der Musik des „Klezmer chidesch“. An diesem 13. Novemberabend wurden wir ganz besonders überrascht.
Der uns bekannte Klarinettist Igor Sverdlov erhielt sehr viel Beifall. Neu auf der Bühne war eine Geigerin „Anna“, die mit ihrem Solo, einem russischen Lied, überzeugte. Eine Bauchtänzerin bezauberte nicht nur die männlichen Gäste.

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Bei „Mir Bistu Shein“ (bei mir bist Du schön) sangen viele Bewohner mit. Ebenso bei dem Lied Dona, Donna, das Lied reflektiert die Situation der Juden in der Zeit des Dritten Reiches, in der es entstand. Die traditionelle Instrumentalmusik der Juden Osteuropas verzichtet normalerweise auf Gesang. Jossif Gofenberg (Akkordeon, Gesang) , Gründer der Klezmergruppe, erzählte uns als Dank für die Beteiligung einen typisch jüdischen Witz.

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Etwa um das 15. Jahrhundert entwickelten „ klezmorim“ genannte Volksmusikanten eine Tradition weltlicher, nichtliturgischer jüdischer Musik. Sie orientierten sich an religiösen Traditionen, die bis in biblische Zeiten zurückreichen; ihre musikalische Ausdrucksweise entwickelte sich indessen weiter bis in die Gegenwart. Das Repertoire besteht vor allem aus Musik zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen.