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1. Seder Abend

 

Der  1. Seder Abend  5770/2010 am Montag, dem 29. März, begann traditionell um 18.00 Uhr in der Synagoge der Budge-Stiftung. (Das hebräische Wort Seder bedeutet Ordnung). Damit beginnt das achttägige Pessachfest, vergleichbar mit dem christlichen Osterfest.

Im Paul-Arnsberg-Saal  trafen sich anschließend die Bewohner und viele Gäste zum Abendessen. Der Geschäftsführer, Heinz Rauber, auf dem Foto links von Rabbiner Andrew Steiman, begrüßte besonders die Gäste, die noch nie einen solcher Seder Abend miterlebt hatten. Rechts von Rabbiner Steiman seine Frau und seine Mutter.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Erzählung vom Auszug aus Ägypten vor 3000 Jahren. Das Erinnern dieses Ereignisses ist ein biblisches Gebot und geht nach der Überlieferung durch den Magen. Das Ereignis wird somit verinnerlicht. Die karge Sklavenmahlzeit auf dem Seder- Teller symbolisiert die Erniedrigung der Menschen. So ist heutzutage auf dem Seder-Teller, Petersilie, ein gekochtes Ei, ein Radieschen und Meerrettich. Dazu gibt es Matzen, ungesäuertes Brot.

Rabbiner Steiman bringt es immer wieder fertig auch die Kinder zu begeistern.

In der Budge-Stiftung gibt es vor dem Seder-Teller gefüllten Karpfen mit Sulz und rotem Meerrettich, da  eine umfangreiche Liturgie mit dem Seder-Teller  verbunden  ist. Darauf schließt sich das Festmahl an: doppelte Kraftbrühe mit Matzeklößchen, Glacierter Kalbsrückenbraten und Hühnerbrust auf Paprikasoße, dazu Romanescoröschen und gebackene Kartoffel, zum Nachtisch Obstsalat von frischen Früchten.

An diesem Abend gibt es vier Weinsegen mit koscherem Weiß- Rose- und Rotwein. Für die Kinder steht Traubensaft und Wasser zur Verfügung.

Chag sameàch, ein frohes Fest wünscht die Geschäftsleitung, die Mitarbeiter und die Bewohner der Budge-Stiftung.

Musikalischer Nachmittag

Am musikalischen Nachmittag bei Kaffee und Kirschstreuselkuchen waren die Bewohner des Pflegeheimes ebenso wie die Bewohner des Betreuten Wohnens zahlreich erschienen. Das Akkordeon-Orchester der Turngemeinde Bornheim 1860 e.V. spielte Klassik ebenso Film- und Volksmusik.

Das Orchester feiert im April 2007 sein 50-jähriges Bestehen. Es besteht aus zwanzig Spielerinnen und Spielern. Neben Akkordeon wird auch das E-Gittarre Keyboard und der Bass gespielt.

Eine der Bewohnerinnen der Stiftung ist schon seit 4o Jahren Mitglied und dies bis heute, wie sich am Nachmittag herausstellte.

Seit 1998 ist Herr Heinrich Hamacher musikalischer Leiter des Orchesters. Er dirigiert und schrieb Arrangements eigens für das Orchester.

 

Die Kinder- und Jugend Aliyah

Am Nachmittag des 22. März war die Kinder-  und Jugend-Aliyah, wie in jedem Jahr kurz vor Pessach, mit dem Tanz- und Theater-Ensemble äthiopischer Jugendlicher aus Israel, zu Gast in der Budge-Stiftung. Titel des aufgeführten Stückes war „Der Mann mit der Masenko“  (altes äthiopisches Musikinstrument. Eine kleine Einleitung in die Handlung gab Frau Pava Rajbstein, da die 12 Jugendlichen ausschließlich in hebräischer Sprache sprachen und sangen.

Die Fotos zeigen die Geschichte eines israelischen Mädchens, in die sich ein äthiopischer Junge verliebt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die eingewanderten äthiopischen Kinder und Jugendlichen schämten sich ihrer Hautfarbe, versuchten ihre äthiopischen Wurzeln zu verdrängen, und blieben daher lieber unter sich.

1984 und 1991 gab es eine große Einwanderungswelle aus Äthiopien nach Israel. Heute leben dort 130 Tausend schwarze Juden. Integration war ein schwieriges Thema. So hat die Kinder- und Jugend Aliyah diese äthiopischen Jugendlichen über Musik und Theater dazu geführt, sich ihrer Herkunft bewusst zu werden und stolz darauf zu sein.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht, nicht zuletzt auch deshalb, weil einige Bewohner der Stiftung selbst in verschiedenen Jugenddörfern der Aliyah ihre Kindheit verbracht hatten.

 

Ostermarkt 2010

 

Am Sonntag, dem 21. März, lud die Budge-Stiftung zum Ostermarkt ein.  Im Erdgeschoß wurden die Besucher von dieser  freundlichen  Hasenfamilie begrüßt. Es gab Kaffee und Kuchen sowie Hamantaschen (Mohntaschen oder Hamansohren genannt). Diese Hamantaschen gibt es zum jüdischen Purimfest. Haman war Großwesir im persischen Reich vor 2500 Jahren. Er missbrauchte seine Macht um andere zu unterdrücken. Zum Spott werden die Hamantaschen, die seinem Hut ähnelten,  verspeist.

Herr Maca, Bewohner der Budge-Stiftung, zauberte an seinem Stand und formte für jeden ein Wunschtier oder eine Wunschfigur aus Luftballons in Farben, die man sich aussuchen konnte.
Jeder Bewohner und Besucher durfte sich am Schluss der Veranstaltung, die durch Klaviermusik begleitet wurde, ein hartgekochtes, buntes Osterei mitnehmen.
So farbenfreudig wie der Blumenstand waren auch die anderen Tische mit selbstgebasteltem Osterschmuck und Geschenken.

 

Blick hinter die Kulissen der Oper

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der OPER – so hieß die Einladung in das Nachtcafé am 15. März 2010. 

Barbara Kornek und Luise Stegenwalner berichteten - in einer sehr unterhaltsamen und lebendigen Weise - über ihre jahrelange Tätigkeit als Souffleusen und Regieassistentinnen an den Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main.

Luise Stegenwalner studierte Gesang in Köln mit der Bühnereifeprüfung und war als Opernsängerin u.a. in Hagen engagiert und sang im Chor der Wagnerfestspiele in Bayreuth. Danach fand Sie für etwa 10 Jahren in Frankfurt Ihre Heimat .
Barbara Korneck studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und ist seit 1982 in Frankfurt engagiert.

Die Veranstaltung klang mit Gesprächen in gemütlicher Runde aus.
Die Stimmung des Abends beschrieb Dr. Nowak sehr treffend: „Eine phantastische Veranstaltung. Gerne wieder.“

Im Wechsel erzählten sie vom Opern-Alltag mit der langen Probezeit, das immer wieder neue Einstellen auf geänderte künstlerische Herausforderungen der Beteiligten. Das Arbeiten am Tag der Aufführung, neben oder unter der Bühne. Der Kontakt und die Absprachen mit den Sängerinnen und Sängern. Und das nicht nur in Deutsch, sondern auch der großen Opernsprache Italienisch.
Frau Stegenwalner berichtete über frühere Zeiten verbunden mit kleinen Histörchen und Anekdoten. Es entspann sich immer wieder ein Gespräch mit den Besuchern des Nachtcafé`s, die sich an große Sängerinnen und Sänger, aber auch an bedeutende Regisseure und Inszenierungen erinnerten und man sich austauschen konnte. Aber auch die Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit im Rahmen abstrakter Bühnenbilder oder Kostümen ergeben haben.

Bericht: Helga Altvater

 

Oberhessische Ostereier-Tradition

Frau Margot Bieker malt seit 1980 traditionelle oberhessische Ostereier, eine Auswahl davon brachte Sie uns zu Ihrem Vortrag am 10. März mit in die Budge-Stiftung. Mit einer Stahlfeder und flüssigem Wachs bringt Frau Bieker die Ornamente und Texte auf speziell ausgesuchte weiße Eier auf. Danach werden die Eier erst gefärbt und der Wachs entfernt. Es gibt in den verschiedensten Regionen auch verschiedene Methoden, worüber Sie uns berichtete.

Geschäftsführer Heinz Rauber mit Margot Bieker.

Das Bemalen, Verzieren und Beschriften von Eiern zum Osterfest hat in den katholischen Dörfern rund um die Amöneburg/ Landkreis Marburg-Biedenkopf eine lange Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. So sind auch die Muster, Formen und Sprüche ähnlich lang überliefert.

Eine Auswahl der bemalten Eier.

Heute wird die traditionelle Ostermalerei von Frauen und Mädchen zum Zwecke der Erhaltung des Brauchtums gepflegt. Wer gerne mehr von den künstlerischen Eiern sehen möchte, im Bürgerhaus Amöneburg-Mardorf findet der 31. Erfurtshäuser Ostermarkt am 26./ 27. und 28. März von 14.00-18.00, 10.00-18.00 und 10.00-17.00 Uhr statt.

Frau Bieker zeigt Ihre künstlerischen Eier den interessierten Bewohnern. 

 

Angehörigen-Abend

Angehörigen-Abend in der Budge-Stiftung
Mehr als fünfzig Angehörige nutzten die Möglichkeit im Dialog mit der Geschäftsführung und leitenden Mitarbeitern des Pflegeheimes aktuelle Fragen der Pflege zu diskutieren. Kritische Nachfragen gab es zur Personalsituation in der Pflege. Zurzeit seien alle Stellen in der Pflege besetzt, jedoch teilweise nur durch Kräfte von Arbeitszeitfirmen. Dies sei eine unbefriedigende Situation für alle Beteiligten, betonte der Geschäftsführer Heinz Rauber.

Die Budge-Stiftung bildet zur Zeit 11 Kräfte in der Pflege aus. Nur durch verstärkte Ausbildung werde die Zukunft des Fachkräftemangels im Hause gelindert werden. Wir, so Rauber weiter, ermuntern und gewähren Pflegehilfskräfte des Hauses eine Ausbildung aufzunehmen und durchzuführen.

Besonderes Interesse fanden die Aktivitäten des Hauses im Rahmen des Frankfurter Programms „Würde im Alter“, Frau Okon, die Leiterin des Projektes, stellte die täglichen Programmpunkte zur Unterstützung dementiell Erkrankter vor. Neben diesem seit Jahren sehr erfolgreich laufenden Programm, konnten mittlerweile in jedem Wohnbereich sogenannte „Präsenzkräfte“ oder auch „Alltagsbegleiter“ eingestellt werden. Diese Kräfte konnten in Folge des vom Bundestag genehmigten Pflegeweiterentwicklungsgesetzes angestellt werden. Die über eine entsprechende Ausbildung verfügenden acht Kräfte unterstützen die Pflege durch die tägliche Gestaltung eines strukturierten Angebots. Frau Kuthan, Qualitätsbeauftragte, verwies darauf, dass jedem Bewohner der einen Sonderbedarf gemäß § 87b SGB XI von der Pflegekasse bewilligt bekommen hat  in unserem Hause an diesen gezielten Angeboten teilnehmen kann. Alle Angehörigen sind eingeladen einmal diese Angebote als Gast des Hauses zu begleiten.

 

Tanztee

Tanztee mit dem Mainhattan Schwof Ensemble
Das diesjährige Motto des Ensembles lautete: Zuschauen, genießen, mitmachen, lachen und träumen bei den Rhythmen aus verschiedenen Kulturen, die heute noch das europäische Tanz-Parkett prägen. Spaß und gute Unterhaltung hatten die Bewohner und Gäste.
In der Pause wurde Kaffee und Kuchen gereicht, selbstverständlich auch für die aktiven Mitglieder des Ensembles: Petra und Werner Ruff, Christiane und Ulrich Eschert, Eva Batton und Thomas Schlegel-Batton, Eva und Markus Brucklacher,
Ruth und Roland Fibikar, Marion Legendre und Wolfgang Müller.

Die Tänze, die vorgeführt wurden, waren: Tango classico, Tango argentino, Tango vals, Milonga, Merengue, Samba, Langsamer Walzer und Wiener Walzer. Als Zugabe gab es einen ChaChaCha.

Auf dem Foto sehen wir die Bewohnerin Frau Margot Ullrich mit Wolfgang Müller. Frau Ullrich ist mit ihren achtzig Jahren regelmäßig Gast bei den Proben und Übungen des Mainhattan Schwof Ensembles.

Diese finden 14-tägig in der Budge-Stiftung, donnerstags von 20.30 bis 22.30 Uhr statt. Wer Freude und Spaß an Rhythmus und Bewegung hat, ist herzlich willkommen.

Der Sitztanz, den alle Bewohner mitmachen konnten, erfreute sich wieder großer Beliebtheit.

 

Ostermarkt am 21. März

Ostermarkt in der Budge-Stiftung
 
Ein Ei ist jedem Besucher des Ostermarkts in der Henry und Emma Budge-Stiftung gewiss. Mit einem farbenfrohen Ei aus ökologischer Bodenhaltung beginnt Ihr Besuch im Hause, der Sie dann bei Live-Musik, Kaffee und Kuchen zu den Ständen mit Blumenschmuck u. a. österlichen Angeboten führen wird.
Das große Foyer der Budge-Stiftung in der Wilhelmshöher Straße 279 in Frankfurt-Seckbach nimmt Sie bei jedem Wetter gerne auf; bringen Sie gute Laune und Fröhlichkeit mit.
Der Ostermarkt findet am Sonntag, dem 21.März 2010, in der Zeit von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr statt.

 

Ostereier-Tradition am 10. März

Ostereier einmal ganz anders
 
Ostereier einmal ganz anders werden von Frau Margot Bieker am Mittwoch, dem 10. März 2010, um 15.30 Uhr im Paul-Arnsberg-Saal der Henry und Emma Budge-Stiftung, Wilhelmshöher Straße 2879 in Frankfurt-Seckbach, präsentiert.
Rund um die katholische Enklave Amöneburg (Landkreis Marburg), ist das Verzieren, Bemalen und Beschriften von Eiern zum Osterfest eine lange gepflegte Tradition. Die unterschiedlichen Muster, Formen und Sprüche auf den Eiern filigran aufgetragen werden durch viele Generationen überliefert.
Die Tradition der bemalten oberhessischen Ostereiern wird von Frau Bieker und vielen ihrer Freundinnen zur Sicherung der kulturellen Identität bewahrt. Viele Stunden kreativer Handarbeit sind nötig, um eine Osterei zu verzieren. Lassen Sie es sich nicht nehmen der Künstlerin bei Ihrer Arbeit über die Schultern zu schauen. Sie werden beeindruckt sein. Der Eintritt ist frei.
 


 

Schillerseligkeit

Schillerseligkeit
Der Vortrag mit Frau Gertrud Gilbert am 3. März lockte einige Bewohner in den Paul-Arnsberg-Saal der Stiftung. Das Thema war  „Lasst den Schiller widder uff die Hauptwach“, alte und neue ( Frankfurter) Schillerseligkeit.

Frau Gilbert brachte die Bewohner dazu das Reiterlied aus „Wallensteins Lager“, Musik von Christian Jacob Zahn, mitzusingen.

Der Gießener Anzeiger schrieb im November 2009 „… Humorvoll, temperamentvoll und immer von einem kleinen Augenzwinkern begleitet brachte sie nun die Texte – auch die Gedichte Schillers – so lebendig, dass man vergnügt neunzig Minuten lang Geschichtliches und Poetisches  zum Thema „Schiller und Frankfurt“ mit Genuss verfolgte.

 

 

Purim-Feier

Am 1. März feierten Bewohner mit ihren Gästen das fröhliche Purim-Fest. Im Mittelpunkt steht die sagenhafte Rettung der Juden vor 2500 Jahren im persischen Königreich. Die Geschichte von Purim ist nachzulesen bei Purim Oper unter „Aktuelles“ auf der website der Budge-Stiftung.

Es wurde viel getanzt zur Musik von Roman Kuperschmidt mit seinen musikalischen Freunden.  Zu Kaffee und Obstkuchen gab es die traditionellen „Haman-Taschen“.

Spontan ergab sich eine Polonaise, die auf der Bühne endete. Jedes Jahr feiern die jüdischen und christlichen Bewohner dieses fröhliche Fest  gemeinsam.

 

Während Rabbiner Andrew Steiman im Frankfurter Dialekt die Geschichte des Buches Esther (die biblische Geschichte der Königin Esther) interpretierte, wurde ordentlich Krach gemacht mit den verteilten Ratschen wenn der Name Haman (der Bösewicht) genannt wurde.

 

 

 



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Tel: 0049-69-47 87 10 • Fax: 0049-69-47 71 64 • E-Mail: info [at] budge-stiftung.de