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Goldene Hochzeit
Goldene Hochzeit in der Budge-Stiftung
Das Ehepaar Hanna und Shlomo Wilder konnten am Donnerstag, dem 21. März 2009 bei guter Gesundheit ihre goldene Hochzeit feiern.
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im Bild rechts der Geschäftsführer der Stiftung Heinz Rauber mit dem Ehepaar Wilder. |
Projekt Erinnern und Gedenken
Projekt
Erinnern und Gedenken – Dem Vergessen entgegentreten
Unter diesem Gesichtspunkt planten BewohnerInnen, SeelsorgerIn und MitarbeiterInnen der Budge-Stiftung gemeinsam die Errichtung eines Denkmales für die in der Zeit der Nazi – Diktatur ums Leben gekommenen Bewohnerinnen und Bewohner der Budge - Stiftung der Jahre 1933 – 1945.
In den letzten Jahren hat sich die Geschäftsführung der Budge-Stiftung das Ziel gesetzt das Leben in der Budge-Stiftung in der Zeit von 1933 – 1945 zu erforschen. Gerade die Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland hat massiv mit zerstörerischer Kraft in die Geschichte der Budge-Stiftung gewirkt.
Erklärtes Ziel der Nationalsozialisten war es die Budge-Stiftung „judenfrei“ zu bekommen. Im Jahre 1939 war es soweit.

Seit dem Jahre 2006 hat sich in unserem Hause eine Arbeitergruppe gebildet, bestehend aus BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und Seelsorgern, die zunächst eine Broschüre zu den Gedenktagen der Budge-Stiftung erarbeitet haben. Aus dieser Arbeitsgruppe heraus wurde der Wunsch laut das persönliche Schicksal der jüdischen Bewohner der Stiftung in der Nationaldiktatur zu ermitteln.
Am Montag, dem 23. März, traf sich die Projektgruppe, die historisch beraten wird von dem Historiker Volker Hütte, um den 23 Bewohnern des ehemaligen Budge-Heimes einen Ort des Gedenkens und Andenkens zu schaffen. Frau Daphne Lipp, Vertretung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die das Projekt mit einer Spende von 5.000 Euro unterstützt, war ebenfalls anwesend. Der Beratungsprozess geht weiter, fest steht allerdings, dass die Namen sämtlicher Opfer der Shoa und der Euthanasie auf einem "Denkmal" abgebildet werden sollen. Die nächsten beiden Termine stehen fest: Montag, 20. April und Montag, 4. Mai.
Theater
Das Amateurtheater "Marimotz" aus Seckbach zeigte das Stück "Das Orchester", ein Konzertstück von Jean Anouilh, am Sonntag, dem 22. März im Festsaal der Budge-Stiftung.![]() |
Um 15.30 Uhr gab es zur Einstimmung einen Sektempfang auf der Galerie im 2. Stock der Stiftung. |
Wenn "Marimotz" kommt, bringen sie ihre Fans aus Seckbach und Umgebung mit. So war auch dieses Mal der Paul-Arnsberg-Saal gut besucht mit Gästen und Bewohnerinnen und Bewohnern.
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Die Darsteller von links: Peter Schack am Klavier, Eleonore Rohrbach an der Klarinette, Barbara Kunze an der Bratsche, Sigrid Stange an der 2. Geige, Regina Appel an der 1. Geige, Monika Hilsenbeck am Cello und Vera Neumann am Bass. |
Das gesamte "Marimotz" Ensemble im Gruppenfoto.
Verabschiedung
Frau Gabriela Gutberlet, als Leiterin des Begleitenden Dienstes in der Budge-Stiftung tätig, wurde am Donnerstag, dem 19. März offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sie begann am 15. September 1986 als Pflegedienstleitung ihre Arbeit im Altenheim der Stiftung.![]() |
Gabriela Gutberlet mit dem Geschäftsführer Heinz Rauber, bei seiner Ansprache im Festsaal. |
Bewohnerinnen und Bewohner waren ebenso zu Gast, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Küche hatte ein köstliches Fingerfood-Buffet an diesem Nachmittag für die Gäste vorbereitet.
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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gabriela Gutberlet hatten als Geschenk unter anderem ein Mandarinenbäumchen mit farbigen "Pillentütchen" bestückt. Zu den farbigen Pillen gab es die jeweiligen guten Wünsche. |
Theater
In der für alle offenen Freitagsgruppe versuchen wir immer wieder über unseren eigenen Alltag hinauszusehen und hinauszugehen um so neue Erfahrungen zu machen und Neues kennenzulernen. Deshalb hatten wir am 13.2. Pater James aus Nigeria zu Gast und werden am 27.3. eine junge Frau (Nadine) aus Kamerun kennenlernen. Dazwischen haben wir uns mit den eigenen und fremden Osterbräuchen auseinandergesetzt und kamen so auf die uns fremde Welt der Ikonenmalerei. So kam die Idee, gemeinsam das Ikonenmuseum Frankfurt zu besuchen. Gedacht, gesagt und getan. Am Freitagnachmittag, den 13. März machten wir uns mit dem Wagen der Budge–Stiftung und öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg. Im Ikonen-museum erwartete uns schon eine Kunstgeschichtsexpertin, die uns aus Ihrer Fachrichtung die Welt der Ikonen näher brachte.![]() |
So erfuhren wir, dass Ikonen kirchlich geweihte Bilder sind und für die Theologie und Spiritualität der Ostkirchen eine sehr große Bedeutung haben. Der Zweck der Ikonen ist, Ehrfurcht zu erwecken und eine existenzielle Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Dargestellten zu sein, indirekt auch zwischen dem Betrachter und Gott. |
Ikonen werden in der Orthodoxen Kirche weder als Kunstgegenstände noch als Dekoration angesehen. Im Zuge des byzantinischen Bilderstreits erfolgte vor allem durch Johannes von Damaskus und Theodor Studites die theologische Begründung der Ikonendarstellung durch den Gedanken der Inkarnation: Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ermögliche erst die bildliche Darstellung. Das mit der Unsichtbarkeit Gottes in vorchristlicher Zeit begründete biblische Bilderverbot (Exodus 20,4f.) werde gerade nicht verletzt, denn Gott selbst habe es im sichtbaren Christus durchbrochen.
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Die Motive und Typen sind in der mittelalterlichen byzantinischen Ikonographie fest vorgegeben (Bilderkanon), es werden existierende Ikonen als Malvorlage verwendet. Schon Andrei Rubljow allerdings änderte Ikonenschemata ab, die heute selbst als kopierfähige Vorlagen verwendet werden. |
Neue Motive werden gemäß der Ikonographie bestehender Ikonen bzw. nach den Vorgaben des Kanon (Gestik, Mimik, Farbgebung etc.) angefertigt. So lernten wir Ikonen mit den verschiedensten Motiven kennen: Ikonen werden u.a. als Christusikonen, Marienikonen, (Gottesmutterikonen), Apostelikonen oder Heiligenikonen dargestellt.
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Nach orthodoxem Glauben sind auch viele Protagonisten des alten Testaments Heilige und werden daher ebenso auf Ikonen dargestellt wie die Heiligen späterer Zeiten. Die Darstellung von Personen ist bei alten Malstilen strikt zweidimensional, die besondere Perspektive zielt auf die Darstellung selbst. |
Dadurch wird betont, dass die Ikone Abbild der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst ist. Alle Personen werden durch Beischriften (Kürzel) in der jeweiligen Sprache (z.B. griechisch, russisch)kenntlich gemacht, um sicherzustellen, dass der Bezug auf eine reale Person erhalten bleibt und sich die Verehrung der Ikone nicht verselbständigt. Bei der Vielfalt der Motive und der Herkunftsländer war es uns bei diesem Besuch nur möglich, eine ersten Überblick zu bekommen, der „Appetit“ auf mehr machte.
TeilnehmerInnen: Frau Wiese, Frau Stichter, Frau Reinhardt, Frau Kölliker, Frau Gällweiler, Herr Diakon Reuter, Herr Hofmann
Vernissage:
Der Fotoclub Weilburg-Limburg präsentierte Fotos aus Afrika, Spanien, Island, Frankreich, Nationalparks USA, Lanzarote, Vietnam und Indien. 1989 positionierte sich der Club wie er heute mit 35 Mitgliedern besteht.![]() |
Einige der acht Fotokünstler und Autoren, hier am Tisch im Paul-Arnsberg-Saal, die ihre Eindrücke von Ländern zeigten, die sie gerne bereisen. |
Zu jedem Land fand Andreas Reichel am Klavier das passende Musikstück.
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Das Foto von Ilona Abel aus den Nationalparks von USA zeigt White Sands in New Mexico und trägt den Titel "Abendstimmung". |
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Für die Bewohner und Gäste gab es Anschluss Sekt, Kaffee und Kuchen sowie Fingerfood mit drei verschiedenen Dips. |
Die Ausstellung, die bis zum 31. Mai zu sehen ist, kann von Gästen auf der Galerie in der zweiten Etage gerne besucht werden.
Purim Fest 5769
Eines der fröhlichen jüdischen Feste ist die alljährliche Purimfeier im Paul-Arnsberg-Saal. Wir Juden feiern an diesem Tag unser ins positiv gewendetes Los (Purim-Lose), so wird es im Buch Esther beschrieben.![]() |
Für die musikalische Unterhaltung sorgten u.a. der Sänger und Komponist Efim Chorny mit seiner Partnerin am Klavier, Susan Gergus. |
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Bei Kaffee, Kuchen und den traditionellen "Hamantaschen" unterhielt unser Rabbiner Andrew Steiman die Gäste und Bewohner der Stiftung mit Geschichten über die mutige Esther. |
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In jedem Jahr wird Frau Kohan, (Bildmitte) Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe jüdischer Menschen mit psychischer und geistiger Erkrankung, mit ihren Schützlingen, die aus ganz Hessen kommen, von der Geschäftsleitung und dem Rabbiner zur Purimfeier eingeladen. |
Nachruf
Die Henry und Emma Budge-Stiftung trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden, Herrn Staatsminister a. D. Karl-Heinrich Trageser.Herr Staatsminister a. D. Karl-Heinrich Trageser hat in seiner Funktion als Stadtrat für Soziales, Jugend und Wohnungswesen in der Zeit 1979 bis 1987 die Geschicke der Budge-Stiftung verantwortet. In dieser Zeit hat er sich als Freund und Förderer der Stiftung erwiesen.
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Foto FAZ, Staatsminister a. D. Karl-Heinrich Trageser verstarb am 4.3.2009 im Alter von 77 Jahren. |
Sein Beitrag zur jüdisch-deutschen Aussöhnung wird in der Stiftung sehr geschätzt. Herr Trageser hat mit seinem vom katholischen Glauben geprägten Politikverständnis die Herzen der Bewohnerinnen und Bewohner in der Budge-Stiftung erreicht. Er hat Vertrauen und Verlässlichkeit für das tägliche Miteinander von Juden und Christen geschaffen.
Wir trauern mit seiner Familie.
Für den Vorstand: Frau Prof. Dr. Birkenfeld, Herr Prof. Dr. Brumlik
Für die Geschäftsführung: Herr Heinz Rauber
Neues vom Nachtcafé
Sind Sie eine Nachteule? Wenn dies auf Sie zutrifft, möchte ich Sie herzlich einladen. Immer montags von 19.00 - 21.00 Uhr findet das Nachtcafé mit mir statt.![]() |
Die Bewohnerinnen (v.links) Frau Fröhlich und Frau Bober bei ihrem Cocktail. |
Mein Name ist Marco Gebert, ich arbeite seit dem Sommer 2008 im Begleitenden Dienst der Budge-Stiftung. Hier absolviere ich zur Zeit mein Anerkennungsjahr zum Heilerziehungspfleger.
Ab dem 2. März übernehme ich das schon bekannte Nachtcafé im Haus. Sie dürfen sich, wie gewohnt, auf kleine kostenlose Leckereien und fantastische Cocktails zu kleinen Preisen freuen. Schauen Sie doch einmal vorbei, ich freue mich auf Ihren Besuch!
Marco Gebert

















