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Purim Oper

Im Festsaal der Stiftung sangen und spielten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim. Die Mitglieder des Ensembles sind alle aus der ehemaligen Sowjetunion. Der Chor existiert seit acht Jahren und hat ca. einhundert Lieder einstudiert. Dazu gehören jüdische, deutsche, russische Volkslieder und klassische Werke. Die Leiterin dieses Chors ist Tatiana Kalenderian, von Beruf Konzertpianistin, studierte an der Odessaer Hochmusikschule. Die Solistin Schumjatskaya Larisa ist ausgebildete Sängerin. Alle andere Mitglieder haben keine musikalische Ausbildung, aber sehr viel Freude an der Musik.

Bei der Veranstaltung war auch Michael Finkelstein, (links im Foto), der dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Bad Vilbel angehört. Der Vorsitzende der Gemeinde, Herr Mlinarskiy unterstützt ebenso den Chor, dessen Mitglieder unterschiedlichen Alters sind.
Auf der Bühne der Budge-Stiftung, der Chor mit seinen selbstgemachten Kostümen, links am Klavier, Tatiana Kalenderian.

Purim ist ein Fest, das an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnert. Nach dem Buch Ester versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei. In der Synagoge wird aus diesem Anlass ein Gottesdienst gefeiert, bei dem es meist nicht übermäßig ernst zugeht; der ganze Ablauf zielt auf Freude. Dabei wird auch die Festrolle des Buches Ester vorgelesen. Immer wenn der Name Haman fällt, soll von den anwesenden Kindern mit Tuten, Rasseln und Ratschen (jiddisch Gragger) so viel Lärm wie möglich gemacht werden. Dies beruht auf dem Befehl Gottes, den Namen Amaleks, Hamans Vorfahr, zu löschen, nachdem Amalek Israel auf dem Weg zum Gelobten Land behindert hat. Sein Name wurde damit zum Symbol der Judenfeindschaft.

 

Pokalturnier

Ein voller Erfolg war unser Budge-Winter-Bowl-Pokalturnier, am Donnerstag, 18. Februar 2010.
Seit Oktober 2009 trainieren Bewohner und deren Angehörige, betreut von den beiden Zivis Sascha Beyer und Daniel Sachs, einmal wöchentlich mit der Nintendo-Wii-Spielekonsole. Die Spannung auf einen echten Wettbewerb stieg zunehmend und das Lampenfieber bei den Teilnehmern am Turniernachmittag konnte man deutlich spüren. Begleitet von kräftigen Anfeuerungsrufen und üppigen Applaus aus dem Publikum, wurden in drei Runden, mit insgesamt 11 Teilnehmern, die Platzierungen ermittelt.

Im Clubraum im Erdgeschoß, im Hintergrund auf dem kleinen Tisch, die Preise.

Das begeisternde bei dieser Form des Bowlings besteht in der Durchführbarkeit mit unterschiedlichsten gesundheitlichen Ressourcen. So kann aus dem Rollstuhl heraus, frei stehend oder Halt findend am Rollator, die „Kugel „ geworfen werden. Ob Bewohner oder Angehöriger, Jung oder Alt, alle haben die gleiche Chance.
Der nächste Turniertermin ist schon im Gespräch, die ersten Preise sind schon dafür gestiftet worden.

Platzierung Budge-Winter–Bowl-Pokalturnier: 1. Frau Pflug, 2. Herr Polcher, 3. Herr Sänger, 4. Frau Kaufmann, 5. Frau Kölliker, 6. Herr Heckler, 7. Herr Polednik, Hr. Lukas
8. Frau Müller, 9. Frau Birn, 10. Frau Leitsch

Den Pokal erspielte Frau Pflug und auch die anderen Teilnehmer durften kleine Preise mit nach Hause nehmen, die von unerem Kioskteam (Ehepaar Grasmann), von Mitarbeitern, Lieferanten und der Geschäftsführung gestiftet wurden.

 

Ausstellung

Heute, am 17. Februar, wurden die Bilder von Gerlind  Locker und Karl Heinz Zingel, in einer kleinen Feier  gewürdigt. Die Acrylbilder hängen schon seit Dezember 2009 auf der Galerie im zweiten Stock der Budge-Stiftung.
Gerlind Lotter, Jahrgang 1931, sprach selbst von ihrer Parkinson-Erkrankung. Die damit verbundenen Einschränkungen haben sie nicht davon abgehalten,  zu malen.  Sie appellierte an die Anwesenden gerade auch im Alter sich mit Kunst, Musik oder anderen Interessen zu beschäftigen.
Karl Heinz Zingel, Jahrgang  1926, begann nach einer Krebserkrankung vor ungefähr zehn Jahren, auf Anraten der Ärzte, zu malen.

Der Geschäftsführer, Heinz Rauber, bei seiner Begrüßung im Paul-Arnsberg-Saal. Dabei waren auch viele Freunde der Künstler, sowie Holger Friedrich, der Kunstpädagoge der Stiftung.
Gerlind Locker vor zwei ihrer Motive, die sich hauptsächlich mit der Schönheit der Alpenwelt beschäftigen.
Karl Heinz Zingel vor seinem neuesten New York Bild, gerade erst fertiggestellt. Von New York hat er schon mehrere Motive gemalt, die sich alle durch naturalistische Feinarbeit auszeichnen.

 

Die Welt des Tanzens

Der renommierte Tanzlehrer Rüsem Karabey stellte den Bewohnern und Gästen im Festsaal der Stiftung, seinen interessanten Beruf vor.  Er hat seine Tanzschule in Bad Homburg und trainiert Paare aus der ganzen Welt. Seine eigenen Kinder, Sascha und Natascha, sind mehrfach deutsche Meister.

Tanzlehrer Rüsem Karabey bei seinem Vortrag.
Rüsem Karabey brachte ein junges Tanzpaar mit, Sarah und Kamil, auf dem Foto sind beide zu sehen, wie sie den langsamen Walzer tanzen. Beide sind gerade Hessenmeister geworden.

 

Hauszeitung

Die aktuelle Ausgabe unserer Hauszeitung, Februar 2010, können Sie auf unserer Website unter Angebot lesen oder herunterladen.

 

Weltladen

Der Weltladen Frankfurt/ Seckbach brachte den Bewohnern der Stiftung eine Präsentation mit zum Thema Schokolade. Der Weltladen mit seinen Produkten aus fairem Handel ist mit einem Verkaufsstand zwei bis dreimal pro Jahr in der Budge-Stiftung.  Bei dem Vortrag am 10. Februar ging es nicht nur um die Herstellung von Schokolade, sondern auch um Informationen über den fairen Handel.

Frau Gaby Deibert-Dam, die präsentierte, kommt aus der Gemeindearbeit der evangelischen Marienkirche. Dort hat Sie über die Arbeit mit der Urorganisation GEPA, die u.a. von Organisationen wie „Misereor“ und „Brot für die Welt“ den Zugang zum fairen Handel bekommen.

In Deutschland gibt es 800 Weltläden, vier davon in Frankfurt. Der Weltladen in Seckbach besteht nun schon seit fünf Jahren und wird von Frauen ehrenamtlich geleitet.
Vom Mehrerlös des fairen Handels werden soziale Projekte finanziert, wie z. B. Schulen und Brunnen gebaut.

Der Weltladen Seckbach war vertreten durch: von rechts Karin Reschowsky, Karin Baron, Gabi Krämer und Gaby Deibert-Dam.
Während des Vortrages konnten wir verschiedene  Schokoladensorten probieren:  Buttercaramel, Chili Blanc, Kardamom, Mascobado Blanc, Zartbitter, Vollmilch und Praline.

 Der Weltladen Seckbach hat seinen Sitz in einem Fachwerkhaus auf der Wilhelmshöher Straße 158. Weitere Informationen erhalten Sie unter: damdeibert@t-online.de. Die Öffnungszeiten sind: Mo., Di., Do., und Freitag von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Freitag und Samstag von 9.00 bis 12.00 Uhr.

Gorbatschow und Freund

Das heutige Konzertprogramm Gorbatschow und Freund mit dem Programm: Klassische Seitensprünge wird  von  Konzertbesuchern  als  „Unglaublich“,  „Klassik neu erlebt“ und „Unvorstellbar“ beschrieben. Der herausragende Interpret für die Balalaikaist der in Moskau lebende Star-Virtuose Prof. Andreij Gorbatschow.  Er hat die Balalaika in den großen Konzertsälen Rußlands etabliert.
Lothar Freund, sein kongenialer Klavierbegleiter, studierte Klavier und Liedbegleitung in Mainz. Nach vielen internationalen Konzertverpflichtungen ist er seit dem Jahr 2000 ständiger Klavierbegleiter von Prof. Andreij Gorbatschow.

Prof. Andreij Gorbatschow links im Bild mit Lothar Freund auf der Bühne des Festsaales der Stiftung. Von Prof. Andreij Gorbatschow arrangierte Stücke wie die von Giuseppe Tartini, Domenico Scarlatti und Igor Frolow gehörten zum Konzertprogramm.

 

Kinderspielecke

Kinderspielecke im Pflegeheim!

Als Mutter eines dreijährigen Sohnes hatte ich die Idee schön länger. Gerade bei Besuchen in öffentlichen Einrichtungen (Arztbesuche) suchte ich Spielmöglichkeiten für ihn. Kleine Kinder können nicht sehr lange ruhig sitzen, wenn sie keine Ablenkung haben.

Viele Angehörige nehmen aus diesem Grund ihre kleinen Kinder nicht mit in einen Alten- und Pflegeheim. Doch gerade die alten Menschen freuen sich über den Besuch von Kindern.

In unserer Einrichtung unterhalten wir ein Café im Eingangsbereich und in diesem Bereich haben wir die Spielecke aufgebaut.

Von links, Malik, Junis, Sophia und Bent.

Ab April gibt es zusätzlich eine Kooperation mit dem Kindergarten „Stadt-Land-Fluss“. Die Kinder kommen einmal im Monat ins Haus und besuchen unsere BewohnerInnen, um in der Spielecke zu spielen oder auf den Wohnbereichen etwas zu singen.

Denn die Anwesenheit von kleinen Kindern holt gerade demenziell veränderte Menschen aus ihrer Lethargie und lässt sie für kurze Augenblicke an vergangene glückliche Momente mit ihren eignen Kindern denken. Diese kurzen Glücksmomente können einen Menschen über den ganzen Tag hin positiv begleiten.

Bent, der Sohn von Christine Okon.

Text: Christine Okon (Diplom-Pädagogin)

 

Tu biSchwat-Feier

Am Nachmittag des 8. Februar feierten Bewohner der Stiftung Tu biSchwat, das Neujahr der Bäume.
Insgesamt feiern die Juden nach dem Talmut viermal Neujahr, im Zivilkalender kommt das 5. Neujahrsfest, das Neujahr der Bäume hinzu.
Zu Gast war Herr Shaul Chorev von KKL, dem Jüdische Nationalfond. Er hatte einen Lichtbildvortrag über die Arbeit des KKL vorbereitet. Begonnen hatte diese Arbeit einmal damit, Bäume in Israel zu pflanzen. Mittlerweile wurde die Arbeit des KKL auf viele weitere Bereiche ausgedehnt.

Am Mikrofon, Shaul Chorev.  Für die Bewohner gab es Früchte, Kuchen und Kaffee.

Anlässlich Tu biSchwat wurde vor dem Gebäude der Budge-Stiftung ein Ginko-Baum gepflanzt als lebendige Brücke zu Israel.

 

100. Geburtstag

Alta Kukiolka feierte ihren 100. Geburtstag
 
Am 3.2.2010 konnte Frau Alta Kukiolka im Beisein ihrer Tochter, Zofia Kukiolka, und langjähriger Freunde der Familie ihren 100. Geburtstag feiern.
Im Clubraum der Stiftung konnte ein kleiner Sektempfang mit der Jubilarin durchgeführt werden. Die Stadtbezirksvorsteherin, Frau Gerda Wiesner, gratulierte im Namen des Ministerpräsidenten Roland Koch und der Oberbürgermeisterin, Frau Petra Roth.
Die Familie Kukiolka hat ihre Wurzeln in Polen. Der Holocaust, den die Jubilarin überlebte, zwang sie jedoch Polen zu verlassen.
Trotz der schrecklichen Erlebnisse in der Zeit der Shoa fand und findet Frau Kukiolka die Kraft, ihren von Krankheit gezeichneten Alltag zu bewältigen.
Der Geschäftsführer Heinz Rauber betonte, dass es Frau Alta Kukiolka möglich ist, mit Unterstützung ihrer Tochter Zofia, hier im Hause gut zu leben.

von links, die Tochter von Frau Alta Kukiolka, der Geschäftsführer, Heinz Rauber und der Rabbiner Andrew Steiman.

 

Lesung

Die Lesung mit Esther Ellrodt-Freiman in der Synagoge der Stiftung mit dem Buch: „Die Denkwürdigkeiten der Glückel von Hameln (1646-1724)“, hatte viele Bewohner am Dienstag, dem 2. Februar, angelockt.
Erst 1910 wurden die Tagebücher der Glückel, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren, von Bertha Pappenheim transkribiert und übersetzt. Aus Nachforschungen weiß man, dass das Ölbild auf dem Titel des Buches Bertha Pappenheim darstellt. Die Memoiren sind die erste erhaltene Autobiographie einer Frau in Deutschland. Sie dienten als Quelle der Forschung für deutsch-jüdische Geschichte und Kultur.

Auf dem Foto neben unserem Rabbiner, Andrew Steiman, Frau Esther Ellrodt-Freiman, die bis zu ihrer Pensionierung  im August 2003 die Kindergärten der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt geleitet hat.

 

Frau Odak

Unsere Mitarbeiterin im hauswirtschaftlichen Dienst, Frau Ruza Odak, verlässt uns zum 28.2.2010. Sie geht, nach Vollendung des 62. Lebensjahres, in den wohlverdienten Ruhestand.
Frau Odak hat ein langes Arbeitsleben zurückgelegt, davon hat sie 10 Jahre mit ihrer Zuverlässigkeit und Freundlichkeit in unserem Hause gewirkt. Die Abteilungsleiterin Frau Sigrun Leone und der Geschäftsführer Heinz Rauber dankten Frau Odak im Beisein der Kolleginnen für das Geleistete und wünschten ihr alle Gute für die Zukunft. 
 
 

Vitos Klinik

Neues Angebot

Frau Dr. Jablonsky von der Psychiatrischen Ambulanz der Vitos Klinik Bamberger Hof bietet Sprechstunden an
 
Die Fachärztin für Psychiatrie, Frau Dr. Jablonsky, von der Psychiatrischen Ambulanz der Vitos Klinik Bamberger Hof, bietet einmal wöchentlich eine Sprechstunde im Hause an. Jeden Dienstag in der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr ist Frau Dr. Jablonsky im Hause. Sie darf im Rahmen ihrer ambulanten Tätigkeit fachärztlich betreuen, dafür ist lediglich eine Überweisung des Hausarztes nötig.
Frau Dr. Jablonsky verfügt über umfangreiche berufliche Kenntnisse im Umgang mit älteren Menschen.
Sprechen Sie uns auf dieses neue ärztliche Behandlungsangebot an.
 
 
 


 

 

 



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BUDGE-STIFTUNG • Wilhelmshöher Str. 279 • D-60389 Frankfurt am Main
Tel: 0049-69-47 87 10 • Fax: 0049-69-47 71 64 • E-Mail: info [at] budge-stiftung.de