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HR Fernsehen

Die Dreharbeiten des HR Fernsehens, Service Familie - "Religiöse Vielfalt im Altenheim" begannen heute in der Budge-Stiftung in der Wohnung von Frau Bober. Gastfreundlich bot sie Kaffee an und war mit den Herren vom Fernsehteam gleich im Gespräch. Am Sonntag wird weiter gedreht. Das Ehepaar Ingrid und Werner Schütze wurde vom Team des HR begleitet. Der Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag bzw. Totensonntag in unserer Kapelle, gestaltet von Frau Pfarrerin Reuschenberg und Diakon Reuter, war ebenfalls Gegenstand der Aufnahmen. Das interreligiöse Angebot unseres Hauses soll durch den HR einem breiten Publikum bekannt gemacht werden. An dieser Stelle werden wir über den HR Sendetermin "service:familie" rechtzeitig informieren.
Die Frankfurter Judengasse
"Die Frankfurter Judengasse", Buchpräsentation und Dia-Vortrag

Auf dem Foto, in der Kapelle der Budge-Stiftung, die Herausgeber (von links nach rechts) Frau Prof. Margarethe Schlüter, Frau Dr. Gisela Engel, beide von der Johann-Wolfgang von Goethe Universität in Frankfurt und Herr Fritz Backhaus, Leiter des Jüdischen Museums in Frankfurt.
Die Kapelle war bis auf den letzten Platz besetzt. Bewohner und Gäste stellten viele Fragen an Herrn Backhaus. Dieser hatte sehr interessante Dias von den Häusern und deren Architektur in der Frankfurter Judengasse mitgebracht.
Besuch aus Haifa

Zum neuen Philantropin waren Schüler und Schülerinnen des Leo-Baeck-Erziehungszentrums Haifa im Rahmen einer 10-tägigen Deutschlandreise auch zu Gast in der Budge-Stiftung. Mit Musik und Tanz erfreuten die "Karmelim" die Bewohner und Gäste. Anschließend nahmen sie am Kabbalat Schabbat mit den Bewohnern und dem Rabbiner der Stiftung Andrew Steiman teil.
Gedenkstunde Reichsprogromnacht
Ca. 120 BewohnerInnen und MitarbeiterInnen, sowie zahlreiche Gäste, nahmen an der Gedenkstunde aus Anlass der 68. Wiederkehr der Reichspogromnacht am 09.11.1938 in der Budge-Stiftung teil.
Das Brennen der Synagogen in Deutschland leitete zugleich die Phase der physischen Vernichtung der Juden in ganz Europa ein. Erkennbar ab jenem 09.11.1938 wurden Juden jedweder Form der Verfolgung rücksichtslos ausgesetzt. Dieser Tag zeigte die hässliche Fratze des menschenverachtenden Nationalsozialismus.
Jüdische und christliche Bewohner der Budge-Stiftung gedenken gemeinsam dem Leid, das diese entmenschlichte Tyrannei über die Menschen gebracht hat.
Rabbiner Andrew Steimann begleitet die Gedenkstunde, deren Höhepunkt der Chiddasch, das Gebet für die ermordeten Juden, darstellt. In diesem Jahr sprach Herr Dr. Ansgar Koschel, langjähriger Generalsekretär des deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, zu den Anwesenden. „Es ist schwer, Worte des Trostes bei diesem Anlass zu finden“ betonte Dr. Koschel. Ein Zeichen der Hoffnung sei jedoch das Zusammenleben von Juden und Christen in der Budge-Stiftung. Dieses Zeichen der Hoffnung gelte es in die Stadt und in das Land zu vermitteln.
Geschäftsführer Heinz Rauber nahm die Gedenkstunde zum Anlass auf die aktuellen politischen Themen einzugehen. Es sei erschreckend, so die Ergebnisse einer Un-tersuchung der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, dass antisemitisches, rassistisches, chauvinistisches Denken bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein manifest sei. Er kündigte an, die Untersuchung der Ebert-Stiftung mit den Bewohnern des Hauses zu diskutieren.
Desweiteren, so Rauber, werde er sich dafür einsetzen, dass an der ehemaligen Budge-Stiftung in Frankfurt Stolpersteine für die von dort deportierten Juden angebracht werden.
Musikalisch begleitete das Gershwin-Quartett die Gedenkstunde. Zum Foto sei angemerkt, dass unsere Bewohnerin, Frau Weiss, gemeinsam mit Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres und Zivildienstleistenden eine Kerze zum Gedenken an die 1 Million ermordeter jüdischer Kinder entzündet.
Stolpersteine
Die "Stolperstein-Initiative Bergen-Enkheim" zu der auch Lehrer und Schüler der "Schule am Ried" gehören haben sich heute in der Budge-Stiftung den Bewohnern vorgestellt.


Der Rabbiner der Stiftung Andy Steiman moderierte die Veranstaltung sehr verständnissvoll zu diesem Thema.
Drei Schüler der Schule am Ried trugen drei Biographien von Berger Juden vor.
Impressionen vom Besuch der Buchhändlerschule

Auszubildende der Schule des Deutschen Buchhandels haben für die Bewohnerinnen und Bewohner der Henry und Emma Budge-Stiftung die aktuellen Neuerscheinungen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse aufbereitet.

Am Mittwoch, den 01.11.2006 haben die angehenden BuchhändlerInnen im Paul-Arnsberg-Saal der Henry und Emma Budge-Stiftung, aus interessanten Neuerscheinungen gelesen.
Geburtstag
Wir Gratulieren

Imrich Moskovic feierte im Kreise seiner KollegInnen am 2. November seinen
85. Geburtstag. Rechts im Bild seine Ehefrau Vera, links Shirin Homa, Pflegedienstleitung.
In einer kurzen Ansprache dankte der Geschäftsführer Heinz Rauber auch im Namen des Stiftungsvorstandes Herrn Moskovic für eine 24 Jahre währende Zusammenarbeit.
Seit dem 3.11.1982 nimmt Herr Moskovic die Funktion des Mashgiach in unserem Hause wahr. Der Mashgiach trägt für das Einhalten der Regeln zur Zubereitung koscherer Mahlzeiten die Verantwortung. Herr Moskovic überwacht gemeinsam mit dem Küchenleiter Herrn Weber den gesamten Einkauf der koscheren Lebensmittel. So stellen wir sicher, dass nur Lebensmittel in der koscheren Küche Verwendung finden, die durch das Rabbinat als koscher anerkannt sind.
Trotz seines hohen Alters vergeht fast kein Tag (Ausnahme Urlaub) an dem Herr Moskovic diese verantwortungsvolle Aufgabe selbst wahrnimmt. Unterstützt wird er von seiner Ehefrau Vera.
Heinz Rauber, Geschäftsführer
Angehörigenabend
Angehörigenabende zeigten Kritik und Zufriedenheit
Die alljährlich stattfindenden Angehörigenabende in unserem Pflegeheim brachten eine lebhafte Debatte in Gang.
Unter anderem wurde lange über dementielle Erkrankungen diskutiert. Unsere Beraterin in fachlichen Fragen der Neurologie und Psychiatrie, Frau Dr. Wolf, konnte viele offene Fragen der Angehörigen beantworten und somit auch zur Entlastung der Angehörigen, welche oft über die mit einer dementiellen Erkrankung einhergehenden Veränderung eines nahen Angehörigen sehr erschrocken sind. Es ist angebracht mit großer Gelassenheit, bei zugleich vorhandener Empathie den von einer dementiellen Erkrankung betroffenen Angehörigen aufzusuchen und zu begleiten, betonte Frau Dr. Wolf. Sie bat die anwesenden Angehörigen des Pflegeteams im Bemühen um eine feste Tagesstruktur für die Erkrankten zu unterstützen.
Kritik wurde zum Thema „Essen“ geäußert. So komme es vor, dass die Mittagsmahlzeit unzureichend warm sei. Die Geschäftsführung sagte hier Abhilfe zu. In drei von vier Wohnbereichen sei bereits das so genannte „Tablettsystem“ der Essensdarreichung durch das so genannte „Schöpfsystem“ angeschafft. Bei diesem System sei garantiert, dass das Essen warm an das Bett des Bewohners bzw. an den Tisch des Bewohners gelange. Im Wohnbereich 7 soll bis zum 1.2.2007 das „Schöpfsystem“ eingeführt werden. Dann sind alle Wohnbereiche des Hauses gut ausgestattet.
Kritisiert wurde ferner das Fehlen eines schlüssigen Sicherheitskonzeptes um potentielle „Wegläufer“ vor Gefahren zu schützen.
Die Geschäftsführung hat mit den Pflegekräften vor knapp zwei Jahren ein wirksames Konzept zum Auffinden von „Wegläufern“ entwickelt. Seither mussten wir nur ein einziges Mal im Jahre 2006 die Polizei um Mithilfe bei der Suche nach einem Bewohner bitten. Dies ist bei 160 Pflegeheimbewohnern kein besorgniserregender Zustand. Es werde uns, so Geschäftsführer Heinz Rauber, nicht gelingen, eine 100%ige Sicherheit zu gestalten. Diese Diskussion muss aber weiter geführt werden.
Bei einem Teller Kürbiskerncremesuppe klangen die Gespräche mit den anwesenden Angehörigen locker aus.
Heinz Rauber, Geschäftsführer

